In der Scheuch Gruppe werden mittlerweile auch Top-Positionen von Frauen besetzt – Tendenz steigend.
Lange Zeit galt die Industrie als Männerdomäne. Frauen fand man nur selten im mittleren Management. In der Scheuch Gruppe mit drei Standorten in Oberösterreich und Niederlassun­gen rund um den Globus macht sich seit einigen Jahren eine Kehrt­wende bemerkbar: Auch Top-Posi­tionen sind mittlerweile von Frauen besetzt – Tendenz steigend.
Die Scheuch Gruppe mit Haupt­sitz in Aurolzmünster zählt zu den Top 250 Unternehmen Österreichs. Wachstum und die Internationali­sierung des Familienbetriebs mit über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit sind ent­scheidende Faktoren um weiterhin erfolgreich zu bleiben. Dazu braucht es jedoch auch gut ausge­bildetes Fachpersonal und eine individuelle Förderung der Beleg­schaft. Tendenziell findet man überwiegend Männer in dem tech­nikdominierten Industrie-Unternehmen. Doch es gibt auch Frauen, die ihren Weg in der Scheuch Grup­pe mit Ausrichtung auf die Luft-und Umwelttechnik erfolgreich beschreiten.

Patricia Miranda

Patricia Miranda (mittig), Project Engineer in der Scheuch Gruppe, weiß ganz genau was sie will. Auch ihre männlichen Kollegen schätzen ihre direkte Art.

Eine Brasilianerin in Aurolzmünster
Patricia Miranda ist eine von 15 Projektmanagerinnen in der Scheuch Gruppe. Ursprünglich stammt die junge Frau aus einer Stadt ganz in der Nähe der pulsie­renden Metropole São Paulo. In Brasilien sah sie jedoch aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise keine Zukunftsperspektiven mehr. Über einen Kooperationspartner von Scheuch knüpfte die mutige Auswanderin vor rund fünf Jahren erste Kontakte zu ihren zukünfti­gen Kollegen aus Österreich. Seit Anfang des Jahres 2016 arbeitet Patricia Miranda als technische Projektabwicklerin in der Steine-Erden Industrie bei Scheuch.

„Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann ziehe ich es auch in jedem Fall durch. In Ös­terreich bietet sich mir ein Meer an Möglichkeiten“, erzählt Patricia Miranda mit funkelnden Augen, Projektmanagerin.

Studiert hat sie auf einer der renommiertesten Universitäten Brasiliens – an ihrem Job bei Scheuch liebt sie besonders die Abwechslung und die tagtäglichen neuen Herausforderungen. „Die Firma kümmert sich um die Mitarbeiter, es gibt regelmäßig Aktionen wie das gemeinsame Public Viewing während der Europameisterschaft“, so die ehrgeizige Scheuch Mitarbeiterin.
Willkommen fühlte sich Patricia Miranda vom ersten Tag an im Unternehmen. Über ihr Team lernte sie schnell neue Leute kennen – nur selten gab es aufgrund der Sprachbarriere Startschwierigkeiten. Das herzliche Lachen und der offene Geist der Projektmanagerin überzeugte die Kollegen vom ersten Moment an. Auch ihre Zukunft sieht die studierte Chemie-Technikerin bei Scheuch: „Ich liebe das Land und seine Menschen und bin sehr froh hier im Headquarter ein Teil des großen Ganzen sein zu dürfen.“

Carmen Krautgartner

Carmen Krautgartner ist als Leiterin des Vertragsmanagements weltweit für die Scheuch Gruppe im Einsatz. Als Frau fühlte sie sich nie benachteiligt gegenüber Männern.

Die fachliche Kompetenz zählt, nicht das Geschlecht
Als Chefin von sieben Mitarbeiterinnen und einem Mitarbeiter ist Carmen Krautgartner einer der jüngsten Führungskräfte in der Scheuch Gruppe. Bereits mit 26 Jahren hatte sie ein Team von fünf Köpfen unter sich. Damals hieß die Abteilung noch „Export“ – heute, fast zehn Jahre später, hat sich die Unit vor dem Hintergrund der Internationalisierung der Scheuch Gruppe enorm wei­terentwickelt. Vorangetrieben hat dies maßgeblich die eloquente Betriebswirtin Carmen Krautgartner. „Wir sind mit der Aufgabe gewachsen; die Projektkonstellationen sind stetig komplexer geworden“, berichtet die junge Frau über die tagtäglichen Herausforderungen, denen sie und ihr Team gegenübersteht.
Nach dem Studium „International Cultural and Business Studies“ in Passau legte Carmen Krautgartner einen Zwischenstopp bei einer Steuerberatungskanzlei ein. Hier konnte sie sich noch fundiertere steuerliche und juristische Kenntnisse aneignen.

Bei Scheuch hat man schon sehr früh erkannt, die Qualitäten der Managerin zu fördern. Über eineinhalb Jahre nahm die gebürtige Riederin an einem speziell für „Scheuch Potenzialträger“ entwickelten Weiterbildungsprogramm teil. Externe Managementsemina­re wurden dabei mit Internationa­lisierungsprojekten verknüpft – somit war auch immer der Bezug zur Praxis gegeben. Auch heute noch nimmt die sprachtalentierte Abteilungsleiterin regelmäßig an Weiterbildungsseminaren für Führungskräfte teil.

An der Zusammenarbeit mit Männern schätzt sie besonders „dass man sehr direkt und effizient verhandeln kann und selbst wenn man mal aneinandergerät, sofort wieder professionell weiterarbeiten kann. Trotz aller Direktheit wurde mir immer eine große Wertschätzung entgegengebracht.“ Generell hatte Carmen Krautgartner nie das Gefühl, als Frau benachteiligt oder weniger respektiert zu werden.  „Bei Scheuch zählt nicht das Geschlecht, sondern die fachliche Kompetenz“, so die Karrierefrau.

„Mich haben fremde Kulturen und Sprachen schon immer interessiert; jetzt spielt es mir in die Hände mit vielen Kunden in ihrer Landessprache kommunizieren zu können – ich habe es nie bereut mich dahingehend weiter­gebildet zu haben.“ Carmen Krautgartner, Leiterin des Vertragsmanagements

 

Wibke Scheuch

Mutter zweier Kinder und Marketingleitung in einem internationalen Konzern – für Wibke Scheuch ergeben beiden Rollen eine interessante Balance in ihrem Leben.

Kinder und Karriere sind kein Widerspruch
Die berufliche Laufbahn von Wibke Scheuch war schon immer von Ab­wechslung geprägt. Als sie vor über einem Jahr in das Unterneh­men ihres Mannes Stefan Scheuch wechselte, rechnete sie jedoch nicht damit, dass derartig viele unterschiedliche Aufgaben auf sie warten würden. Die ursprünglich aus Deutschland stammende Kom­munikationsexpertin liebt die Herausforderung. Die Scheuch Gruppe befindet sich in einem anhaltenden Veränderungsprozess, den es kommunikativ auf allen Ebenen zu begleiten gilt. So landen jeden Tag neue Überraschungen und spannende Themen auf ihrem Schreibtisch.

In jungen Jahren wollte Wibke Scheuch viel lieber in die Personal­abteilung, um all ihren Freunden einen Job besorgen zu können. Als Alternative stand stets das Marke­ting am Plan: „Der direkte Zugang zu Werbemitteln war sehr verlockend, wenn auch wenig hehr. Später fand ich die Aufgabe reizvoll, sich mit einem Produkt so intensiv auseinanderzusetzen, dass man alle Licht- und Schattenseiten kennt – und die Lichtseiten dann besonders hervorzuheben“, erzählt die begeisterte Volleyball-Sportlerin.
Als Mutter von zwei Kindern ist es nicht immer einfach Berufliches und Privates unter einen Hut zu bekommen. Das flexible Teilzeit-Arbeitsmodell der Scheuch Gruppe hilft der erfahrenen Marketing-Fachfrau, diese beiden Seiten mit­einander zu verbinden. Am Ende eines arbeitsreichen Tages steht für Wibke Scheuch dann das Privatleben im Mittelpunkt. „Mein Mann und meine Kinder erden mich. Gemeinsam dasselbe Ziel verfolgen zu dürfen bereichert unser Zusammensein um einen wei­teren Aspekt, wir versuchen dabei unseren Kindern ein Vorbild für ein sinnerfülltes Leben zu sein.“

„Am meisten schätze ich an meinem Job den Kontakt, das Zusammenwirken und die Auseinandersetzung mit den Menschen in meinem beruflichen Umfeld.“
Wibke Scheuch, Marketingleitung